Fariborz Lachini in Media
 

Fariborz Lachini macht Musik seit mehr als drei Jahrzehnten. In seinen Zwanzigern und unmittelbar vor der Revolution hatte Lachini bereits Erfolg in der Welt der Popmusik erreicht, indem er Musik für einige der heutigen Popikonen komponierte und auch Musik für Kinder. Die meisten Musikarten wurden nach der Revolution verboten, sodass Lachini nach Frankreich auswanderte, um dort Musik und Informatik zu studieren.

Das Leben in Europa und sein Studium an der "Université de Paris - Sorbonne" fügte Lachinis Musik eine europäische Note hinzu und beeinflusste seinen Stil insofern, als er sich zu einer charakteristischen Verbindung eines zeitgemäßen persischen und europäischen Stils entwickelte.

Er bewältigte sogar die Technik, ausgewählte exotische mittelöstliche Instrumente zu kreieren. Dies versetzte ihn sofort in eine einzigartige Position, als er die Welt der Filmmusik betrat. Die Filmmusik für den Berlin Special Mention Gewinner, Snake´s Fang, ist ein Beispiel dafür. Variety äußert dazu: „Die außergewöhnliche Musik ist eine elektronische Version von traditioneller südpersischer Perkussion. Der Soundtrack gibt das Tempo und die Signale von Gefahr und Aktion während des ganzen Films wieder.“ Lachini hat in den frühen 1990ern sein erstes Soloalbum, Golden Autumn, herausgegeben. Indem er mit seiner Musik alle Barrieren überschritt, wurde das Album schnell das bekannteste Album in ganz Iran. Es machte Lachini zu einem allgemein bekannten Namen und er wurde bekannt als der Meister des heutigen Pianos. Ein Track vom Album Golden Autumn 1 steht auf der Liste der besten iTunes - eine Aufstellung der Weltklassiker, womit gezeigt wird, dass Lachini einer von wenigen nicht-westlichen Künstlern ist, der zur klassischen Musik beitrug.

Lachini wirkte an mehr als einhundert Filmprojekten mit. Er wird als das innovativste komponierende Talent im Mittleren Osten angesehen und hat schon für international gefeierte iranische Filmemacher gearbeitet. Einer seiner jüngsten Werke ist Iraks Wahl für den Oskar im Jahr 2006, Requiem of Snow. Variety schrieb über den Soundtrack: „ ...Fariborz Lachinis traurige akustische Musik hinterlässt einen ergreifenden Klang im Gefolge von Bildern zurück.“

Da mehr und mehr künstlerische iranische Filme auf Festivals rund um den Globus vertreten sind, wächst Lachinis Ansehen als ein führender Komponist von unvergesslichen tief empfundenen Melodien und für Filmmusik, die die kulturellen Grenzen durchbrechen